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Grenzgänger Schweiz: 5 Dinge, die du vor der Unterschrift klären musst

Autorenbild: SpotOn Solutions
SpotOn Solutions
vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit


Schweizer Lohn, deutscher Wohnort.

Klingt nach dem besten Deal im Bau, und oft ist es das auch.


Ich spreche gerade mit vielen Leuten aus Holzbau, Planung und Ingenieurwesen, die über einen Job in der Schweiz nachdenken. Die Frage nach dem Lohn kommt sofort. Die Fragen, die am Ende über dein Netto entscheiden, kommen oft erst nach der Unterschrift.


Deshalb hier die fünf Punkte, die ich in Gesprächen am häufigsten erkläre.

Kurz, ehrlich und ohne Fachchinesisch.


Eine Steuerberatung ersetzt das nicht, aber du gehst besser vorbereitet ins Gespräch.



1. Steuer: 4,5 % – aber nur mit dem richtigen Papier


Als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland zieht dir die Schweiz höchstens 4,5 % Quellensteuer vom Bruttolohn ab.

Versteuert wird dein Lohn in Deutschland, die 4,5 % werden dort angerechnet.

Du zahlst also nicht doppelt.


Der Haken: Dafür brauchst du eine Ansässigkeitsbescheinigung von deinem deutschen Finanzamt, und die gibst du bei deinem Schweizer Arbeitgeber ab.

Ohne sie greift der volle Schweizer Quellensteuersatz, und das Geld zurückzuholen kostet Zeit und Nerven.


Wichtig: Beantrag die Bescheinigung also, sobald dein Vertrag steht, nicht erst am ersten Arbeitstag.


2. Status: die 60-Tage-Regel


Grenzgänger bist du nur, solange du regelmäßig nach Hause fährst.

Bleibst du an mehr als 60 Arbeitstagen im Jahr aus beruflichen Gründen über Nacht weg, verlierst du den Status, und es gelten andere Steuerregeln.


Gerade im Bau ist das kein Randthema. Montage, Baustellen weit weg, mehrtägige Einsätze: Das summiert sich schneller, als man denkt.

Bei Teilzeit oder einem Start mitten im Jahr wird die Grenze anteilig gekürzt.


Frag deshalb schon im Gespräch, wie oft Übernachtungen in deinem Job anfallen, und führ eine einfache Liste.


3. Krankenkasse: drei Monate für eine Entscheidung, die bleibt


Als Grenzgänger musst du dich entscheiden: Schweizer Krankenversicherung oder deutsche.

Dafür hast du drei Monate ab Arbeitsbeginn. Das Optionsrecht übst du einmal aus, danach ist die Wahl in der Regel fix.


Was viele überrascht: Einen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung wie in Deutschland gibt es in der Regel nicht.


Den Beitrag zahlst du komplett selbst. Rechne ihn deshalb von Anfang an in dein Netto ein, wenn du Angebote vergleichst. Welche Variante günstiger ist, hängt von deiner Situation ab, etwa ob Familie mitversichert werden soll.


4. Homeoffice: bis 49,9 % bleibst du Schweizer sozialversichert


Homeoffice in Deutschland ist möglich.


Solange es unter 50 % deiner Arbeitszeit bleibt, bleibst du in der Schweizer Sozialversicherung. Arbeitest du mehr als 25 % von zu Hause, braucht dein Arbeitgeber dafür eine A1-Bescheinigung. Das ist sein Job, aber sprich es an.


Steuerlich gelten für Homeoffice-Tage eigene Regeln, und die können sich auf deine Besteuerung auswirken.


Mein Tipp: Schreib jeden Homeoffice-Tag auf und lass dir die steuerliche Seite einmal sauber erklären, bevor du viel von zu Hause arbeitest.


5. Papierkram: Ausweis G und deine Steuererklärung


Den Grenzgänger-Ausweis, die Grenzgängerbewilligung G, beantragt dein Arbeitgeber. Darum musst du dich also nicht kümmern.


Deine Aufgabe ist die deutsche Steuererklärung, und zwar jedes Jahr. Weil in der Schweiz nur 4,5 % einbehalten werden, verlangt das Finanzamt meist Vorauszahlungen.


Plan die von Anfang an ein, sonst kommt die Nachzahlung auf einen Schlag.



Deine Checkliste vor der Unterschrift


  • Ansässigkeitsbescheinigung beim deutschen Finanzamt beantragt?

  • Geklärt, wie oft du beruflich über Nacht bleibst?

  • Krankenversicherung verglichen und die Drei-Monats-Frist im Kalender?

  • Homeoffice-Anteil mit dem Arbeitgeber besprochen?

  • Vorauszahlungen ans Finanzamt in deinem Netto eingerechnet?



Die Schweiz reizt dich?


Wir haben gerade Stellen in Holzbau, Planung und Ingenieurwesen in der Schweiz, auch für Grenzgänger.


Schreib uns per DM auf Instagram (@spoton.solutions), schick deinen Lebenslauf an jea@spoton-recruiting.com.


Wir sagen dir ehrlich, ob es passt, und welche Fragen du dem Arbeitgeber stellen solltest.

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